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Innovativer Journalismus vom Globalen Süden: Wie indische Journalisten meinen Blick auf Innovation, Community und Journalismus veränderten – und warum das auch für Deutschland und Europa wichtig ist

  • Autorenbild: Now Age Storytelling team
    Now Age Storytelling team
  • 22. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Innovativer Journalismus aus dem Globalen Süden: Ein Vergleich zweier Modelle zur Transformation der Medienlandschaft.
Innovativer Journalismus aus dem Globalen Süden: Ein Vergleich zweier Modelle zur Transformation der Medienlandschaft.

Journalistische Innovation aus dem Globalen Süden: Was deutsche und europäische Redaktionen von Kollegen in Indien, Südamerika und anderen im globalen Süden lernen können.


Ich werde oft gefragt, warum ich mit Redaktionen und Journalismusschulen in Indien zusammenarbeite.


Ganz einfach: In Süd- und Zentralindien traf ich die innovativsten Journalisten, die seit Ende der Neunziger Jahre journalistische Relevanz statt Reichweite, Community-Bindung statt Neutralität und ethische Technologienutzung statt Algorithmus-Optimierung ins Zentrum stellen.


Medien im Globalen Süden veröffentlichen unter schwierigen Bedingungen lokal verankerte, investigative, datenbasierte und visuell faszinierende Inhalte. Ihr Journalismus stärkt die Sichtbarkeit lokaler Gemeinschaften und gewinnt Vertrauen in Qualitätsjournalismus.


Diese Innovationskraft liefert wertvolle Orientierung, um Journalismus auch in Europa wieder relevanter und gesellschaftlich wirksamer zu machen.


Die paraguayische Journalistin Jazmín Acuña von El Surtidor, Fellow am Reuters Institute Oxford, veröffentlichte gerade die lesenswerte Studie „Change-Centric Journalism: reframing the value proposition of news for the AI age“.


Acuñas zentrale Erkenntnis: Journalisten müssen sich vom behaupteten Selbstzweck lösen und zu einem wirkungsorientierten Ansatz übergehen, in dem Veränderung gezielt erzeugt und gemessen wird.


Reichweite ohne sinnhafte Verbindung und Zweck (Purpose) bleibt substanzlos, schafft keine nachhaltige, wahrheitsfähige Informationsumgebung für Menschen.


Journalisten und Redaktionen, die nachhaltige Verbindungen zu lokalen Gemeinschaften aufbauen, schaffen "informative physische Räume", in denen Menschen sich begegnen, austauschen und durch Dialog gemeinsame Werte entwickeln und weiter tragen.


Sie kuratieren Inhalte, schaffen eine wahrheitsfähige Umgebung, die Perspektiven verändert und Möglichkeitsspielräume eröffnet.


So hilft relevanter Community-basierter Journalismus, die Fragmentierung der digitalen Öffentlichkeit zu überwinden.


Inspirierende Beispiele:


Brasiliens Agencia Mural beschäftigt ausschließlich Redakteure aus São Paulos Favelas – authentischer Hyperlokal-Journalismus mit über 90 Korrespondenten.


Khabar Lahariya, betrieben von Dalit-Frauen in lokalen Sprachen in Indien, erreicht über eine Million monatliche Seitenaufrufe durch Korruptionsberichterstattung.


CGNet Swara entwickelt lösungsorientierten Journalismus mit neuen Technologien für Gondos in Zentralindien. Das inzwischen KI-unterstützte Community Radio half bereits bei Zehntausenden Alltagsproblemen – größtenteils erzählt die Community selbst.


Das indische Scroll ist ein digitales Medium mit hohem journalistischem Anspruch, datengetriebenem Storytelling und personalisierten Benutzeroberflächen. Geschätzt mit über 11 Millionen monatlichen Lesern, davon rund 8 Millionen in Indien, 3 Millionen international.

 
 
 

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